Schilddrüse beim Hund: Symptome, Hypothyreose, Blutwerte – sinnvoll einordnen

„Vielleicht ist es die Schilddrüse.“ Diesen Satz hören viele Hundehalter, wenn ihr Hund müde wirkt, zunimmt oder Fellprobleme entwickelt. Genau hier beginnt aber oft die Unsicherheit. Denn viele Beschwerden, die einer Schilddrüsenerkrankung zugeschrieben werden, sind unspezifisch und können zahlreiche andere Ursachen haben.

In diesem Artikel erfährst du, welche Aufgaben die Schilddrüse beim Hund hat, woran du eine Schilddrüsenunterfunktion oder Überfunktion erkennen kannst und wie Schilddrüsenwerte sinnvoll eingeordnet werden. Außerdem erfährst du, welche Rolle Jod tatsächlich spielt und warum eine bedarfsgerechte Versorgung wichtig ist.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Diagnose. Wenn dein Hund deutlich abbaut, starke Beschwerden zeigt oder du dir ernsthaft Sorgen machst, sollte er tierärztlich untersucht werden.

Welche Aufgaben hat die Schilddrüse beim Hund?

Die Schilddrüse besteht aus zwei kleinen Drüsenlappen, die beidseits der Luftröhre liegen. Beim gesunden Hund sind sie normalerweise nicht tastbar. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Bildung der Schilddrüsenhormone T4 (Thyroxin) und T3 (Trijodthyronin). Diese Hormone beeinflussen zahlreiche Stoffwechselprozesse im gesamten Körper.

T4 wird vollständig in der Schilddrüse gebildet. Das hormonell wirksamere T3 entsteht dagegen überwiegend erst in anderen Geweben durch die Umwandlung von T4.

Damit die Schilddrüse zuverlässig arbeiten kann, benötigt sie unter anderem Jod als Baustein für die Hormonbildung. Welche Aufgaben Jod im Körper übernimmt und warum weder eine Unterversorgung noch eine Überversorgung sinnvoll ist, erfährst du im Artikel Jod beim Hund.

Fachwissen: Wie wird die Schilddrüse gesteuert?

Die Schilddrüse arbeitet nicht unabhängig, sondern ist Teil eines hormonellen Regelkreises.

Der Hypothalamus bildet das Hormon TRH. Dieses regt die Hypophyse dazu an, TSH auszuschütten. TSH wiederum stimuliert die Schilddrüse zur Bildung und Freisetzung von T4 und T3.

Steigen genügend Schilddrüsenhormone im Blut an, wird die Ausschüttung von TRH und TSH wieder gebremst. Dieser Mechanismus wird als negative Rückkopplung bezeichnet und hilft dem Körper dabei, die Hormonproduktion möglichst konstant zu halten.

Im Blut liegt der größte Teil der Schilddrüsenhormone an Transportproteine gebunden vor. Nur ein kleiner Anteil ist frei verfügbar und biologisch aktiv. Diese Unterscheidung ist später bei der Bewertung von Gesamt-T4 und freiem T4 wichtig.

Warum niedrige Schilddrüsenwerte nicht automatisch eine Schilddrüsenunterfunktion bedeuten

Ein niedriger Schilddrüsenwert bedeutet nicht automatisch, dass die Schilddrüse selbst erkrankt ist. Auch andere Erkrankungen oder bestimmte Medikamente können die Blutwerte verändern, obwohl die Schilddrüse normal arbeitet.

Deshalb wird eine Schilddrüsenunterfunktion niemals anhand eines einzelnen Laborwertes diagnostiziert. Erst die Kombination aus Krankengeschichte, Symptomen, körperlicher Untersuchung und mehreren Blutwerten ermöglicht eine sinnvolle Einordnung.

Merke: Ein niedriger T4-Wert ist ein Hinweis, aber allein kein Beweis für eine Schilddrüsenunterfunktion.

Besonders bei chronischen Erkrankungen, Entzündungen oder bestimmten Medikamenten können Schilddrüsenwerte vorübergehend verändert sein. Deshalb sollten Blutwerte immer im Zusammenhang mit dem gesamten Gesundheitszustand deines Hundes beurteilt werden.

Fachwissen: Was bedeutet Euthyroid-Sick-Syndrom?

Eine normal arbeitende Schilddrüse wird als Euthyreose bezeichnet.

Bei schweren Allgemeinerkrankungen kann der Körper seinen Stoffwechsel vorübergehend anpassen. Dadurch sinken Schilddrüsenwerte im Blut, obwohl die Schilddrüse selbst gesund ist. Dieses Phänomen wird als Euthyroid-Sick-Syndrom bezeichnet.

Auch verschiedene Medikamente können Schilddrüsenwerte beeinflussen. Dazu gehören unter anderem Glukokortikoide, Phenobarbital, Sulfonamide und einige nichtsteroidale Entzündungshemmer.

Deshalb werden Schilddrüsenwerte immer gemeinsam mit der Krankengeschichte, den Symptomen, der körperlichen Untersuchung und weiteren Laborbefunden beurteilt.

Hypothyreose beim Hund: Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion?

Eine Hypothyreose ist eine Schilddrüsenunterfunktion. Dabei bildet die Schilddrüse nicht mehr genügend Hormone oder der Körper kann sie nicht mehr ausreichend nutzen. Da Schilddrüsenhormone zahlreiche Stoffwechselprozesse steuern, kann sich ein Mangel auf viele Organe und Körperfunktionen auswirken.

Die Erkrankung entwickelt sich meist langsam über Monate oder sogar Jahre. Gerade am Anfang werden die Veränderungen deshalb häufig als normale Alterserscheinung oder als Folge anderer Erkrankungen fehlinterpretiert.

Die häufigsten Ursachen

In den meisten Fällen liegt die Ursache direkt in der Schilddrüse.

  • Lymphozytäre Thyreoiditis: Das Immunsystem greift das Schilddrüsengewebe an. Häufig lassen sich dabei Autoantikörper nachweisen.
  • Idiopathische Atrophie: Das Schilddrüsengewebe bildet sich zurück. Die genaue Ursache ist bislang nicht vollständig geklärt.

Deutlich seltener sind angeborene Formen oder Störungen der Hirnanhangsdrüse, die zu einer verminderten Ausschüttung von TSH führen.

Ein Jodmangel ist bei den heute üblichen Fütterungsformen dagegen nur selten die Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion. Wie du den Jodbedarf deines Hundes bedarfsgerecht deckst, erfährst du im Artikel Jodbedarf beim Hund.

Typische Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion

Da Schilddrüsenhormone zahlreiche Stoffwechselprozesse beeinflussen, können die Beschwerden sehr unterschiedlich ausfallen. Typisch ist, dass sie sich langsam entwickeln und über längere Zeit zunehmen.

  • Trägheit und verminderte Belastbarkeit
  • Gewichtszunahme, obwohl dein Hund nicht mehr frisst als zuvor
  • Kälteempfindlichkeit oder ein erhöhtes Wärmebedürfnis
  • Stumpfes Fell, Haarausfall oder wiederkehrende Haut- und Ohrenprobleme
  • in manchen Fällen auch Veränderungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Muskulatur oder der Verdauung

Nicht jedes Symptom spricht für die Schilddrüse

Manche Beschwerden werden häufig mit einer Schilddrüsenunterfunktion in Verbindung gebracht, obwohl sie viel häufiger andere Ursachen haben. Dazu gehört zum Beispiel vermehrtes Trinken und Urinieren (PU/PD).

Steht dieses Symptom im Vordergrund, müssen zunächst andere Erkrankungen wie beispielsweise das Cushing-Syndrom abgeklärt werden.

Hyperthyreose beim Hund: Warum eine Schilddrüsenüberfunktion selten ist

Im Gegensatz zur Schilddrüsenunterfunktion kommt eine echte Hyperthyreose, also eine Schilddrüsenüberfunktion, beim Hund nur selten vor. Tritt sie auf, kommen verschiedene Ursachen infrage.

Funktioneller Schilddrüsentumor

Ein Teil der Schilddrüsentumoren produziert selbstständig Schilddrüsenhormone. Dadurch kann es zu einer Überfunktion kommen.

Mögliche Symptome sind:

  • Unruhe oder Nervosität
  • Hecheln
  • Zittern
  • Herzrasen oder ein schneller Puls
  • Gewichtsverlust trotz gutem Appetit
  • teilweise Erbrechen oder Durchfall

Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manche Hunde zeigen trotz erhöhter Schilddrüsenwerte nur wenige Symptome.

Alimentäre Hyperthyreose

Eine weitere wichtige Ursache erhöhter Schilddrüsenwerte beim Hund ist die sogenannte alimentäre Hyperthyreose. Dabei nimmt der Hund Schilddrüsengewebe über das Futter auf. Dieses kann beispielsweise in rohem Kehlfleisch oder anderen unzureichend zugeschnittenen Schlachtprodukten enthalten sein.

Die erhöhten Schilddrüsenwerte entstehen in diesem Fall nicht durch zu viel Jod, sondern durch bereits vorhandene Schilddrüsenhormone im aufgenommenen Gewebe.

Merke: Eine alimentäre Hyperthyreose entsteht in der Regel nicht durch Seealgenmehl oder eine hohe Jodaufnahme, sondern durch die Aufnahme von Schilddrüsengewebe über das Futter.

Nach einer Anpassung der Fütterung normalisieren sich die Schilddrüsenwerte häufig innerhalb kurzer Zeit wieder.

Wenn du BARF fütterst, solltest du ausschließlich sauber zugeschnittene Fleischteile verwenden. Wie Seealgenmehl richtig dosiert wird und welche Rolle Jod tatsächlich spielt, erfährst du in den Artikeln Seealgenmehl beim Hund und Jod beim Hund.

Wie wird eine Schilddrüsenerkrankung beim Hund diagnostiziert?

Eine Schilddrüsenerkrankung wird nicht allein anhand eines einzelnen Blutwertes beurteilt. Krankengeschichte, Symptome, körperliche Untersuchung und passende Laborwerte müssen gemeinsam betrachtet werden.

Deshalb erfolgt die Diagnostik in mehreren Schritten.

1. Krankengeschichte und Symptome

Zunächst beurteilt der Tierarzt oder die Tierärztin die Beschwerden deines Hundes. Dabei spielen unter anderem der Verlauf der Symptome, Veränderungen von Gewicht, Fell, Haut, Aktivität sowie bereits bekannte Erkrankungen oder Medikamente eine wichtige Rolle.

2. Klinische Untersuchung

Anschließend wird dein Hund gründlich untersucht. Nicht jede Trägheit oder jedes Hautproblem hat seine Ursache in der Schilddrüse. Deshalb werden immer auch andere Erkrankungen berücksichtigt.

3. Blutuntersuchung

Im nächsten Schritt werden passende Schilddrüsenwerte bestimmt. Welche Werte untersucht werden, hängt von den Beschwerden und den bisherigen Untersuchungsergebnissen ab. Ein auffälliger Screeningwert kann durch weitere Laborwerte ergänzt werden.

Auch die Fütterung gehört zur Anamnese. Besonders bei erhöhten Schilddrüsenwerten ist es wichtig zu wissen, ob dein Hund BARF erhält oder möglicherweise Schilddrüsengewebe über das Futter aufgenommen hat. Warum das eine Rolle spielt, hast du bereits im Abschnitt zur alimentären Hyperthyreose gelesen.

Welche Schilddrüsenwerte gibt es und was sagen sie aus?

Nicht jeder Hund benötigt automatisch ein vollständiges Schilddrüsenprofil. Welche Blutwerte bestimmt werden, hängt von den Beschwerden, den bisherigen Untersuchungsergebnissen und der Fragestellung ab. Häufig reicht zunächst ein Basisprofil. Bei unklaren Befunden können weitere Werte sinnvoll sein.

TT4 (Gesamt-T4)

Das Gesamt-T4 ist häufig der erste Blutwert, der untersucht wird. Ein normaler Wert macht eine Schilddrüsenunterfunktion meist unwahrscheinlich. Ein erniedrigter Wert allein reicht jedoch nicht aus, um eine Hypothyreose sicher zu diagnostizieren.

fT4 (freies T4)

Das freie T4 ist der biologisch aktive Anteil des Hormons. Es wird häufig bestimmt, wenn der TT4-Wert allein keine eindeutige Aussage zulässt.

cTSH

Das canine TSH zeigt, wie stark die Hirnanhangsdrüse die Schilddrüse zur Hormonproduktion anregt. Zusammen mit TT4 und fT4 hilft dieser Wert dabei, eine Schilddrüsenunterfunktion besser einzuordnen.

TT3 und fT3

Diese Werte spielen in der Routinediagnostik meist eine untergeordnete Rolle. Sie können in besonderen Fragestellungen zusätzliche Informationen liefern, werden aber deutlich seltener zur Diagnosestellung herangezogen.

Autoantikörper (TgAA, T4AA und T3AA)

Autoantikörper können Hinweise auf eine immunvermittelte Schilddrüsenerkrankung geben. Sie werden vor allem dann bestimmt, wenn der Verdacht auf eine lymphozytäre Thyreoiditis besteht oder Laborwerte schwer zu interpretieren sind.

Fachwissen: Wann wird ein erweitertes Schilddrüsenprofil bestimmt?

Ein erweitertes Schilddrüsenprofil kann unter anderem folgende Werte umfassen:

  • TT4 (Gesamt-T4)
  • fT4 (freies T4)
  • cTSH
  • TT3 (Gesamt-T3)
  • fT3 (freies T3)
  • TgAA (Thyreoglobulin-Autoantikörper)
  • T4AA (T4-Autoantikörper)
  • T3AA (T3-Autoantikörper)

Ein solches erweitertes Profil ist nicht bei jedem Hund notwendig. Es kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn Blutwerte widersprüchlich sind, eine Autoimmunerkrankung vermutet wird oder trotz unklarer Befunde ein begründeter Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung besteht.

Muss dein Hund trotz Schilddrüsenmedikamenten weiterhin Jod bekommen?

Ja. Auch wenn dein Hund Schilddrüsenmedikamente erhält, braucht er weiterhin eine bedarfsgerechte Jodversorgung.

Levothyroxin ersetzt die fehlenden Schilddrüsenhormone. Es ersetzt jedoch nicht die Versorgung mit essenziellen Nährstoffen. Deshalb wird Jod durch die Medikation nicht überflüssig.

Ein Hund, der ein Alleinfuttermittel bekommt, nimmt auch während der Behandlung weiterhin Jod über sein Futter auf. Bei einer ausgewogenen BARF-Ration gilt derselbe Grundsatz. Die Jodversorgung sollte weiterhin passend zur gesamten Ration erfolgen und nicht vorsorglich gestrichen werden.

Entscheidend ist, dass weder zu wenig noch zu viel Jod gegeben wird. Seealgenmehl und andere Jodquellen sollten deshalb auch während der Behandlung korrekt berechnet und nicht nach Gefühl dosiert werden.

Merke: Schilddrüsenmedikamente ersetzen die fehlenden Schilddrüsenhormone, aber nicht den Jodbedarf deines Hundes.

Wie du den Jodbedarf deines Hundes einordnest und Seealgenmehl bedarfsgerecht dosierst, findest du in den jeweiligen Artikeln.

Wenn sich die Schilddrüsenwerte trotz Behandlung nicht wie erwartet entwickeln, sollten sowohl die Medikation als auch die gesamte Fütterung noch einmal überprüft werden.

Welche Rolle spielt Jod bei Schilddrüsenerkrankungen?

Jod wird für die Bildung der Schilddrüsenhormone benötigt. Eine Schilddrüsenerkrankung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass dein Hund zuvor falsch mit Jod versorgt wurde. Die häufigste Schilddrüsenunterfunktion beim Hund entsteht durch Veränderungen des Schilddrüsengewebes. Eine alimentäre Hyperthyreose wird dagegen durch aufgenommenes Schilddrüsengewebe ausgelöst und nicht durch eine hohe Jodzufuhr.

Merke: Jod und Schilddrüse gehören zusammen. Eine auffällige Schilddrüsenfunktion ist aber nicht automatisch die Folge einer falschen Jodversorgung.

Wenn du die Jodversorgung genauer einordnen möchtest, findest du weitere Informationen zu Jod beim Hund, zum Jodbedarf und zur richtigen Dosierung von Seealgenmehl. Den konkreten Jodgehalt deines Produkts kannst du zusätzlich mit dem Seealgenmehl-Rechner berücksichtigen.

Du möchtest die Schilddrüsenwerte deines Hundes gemeinsam mit seiner Ernährung und seinen Beschwerden einordnen?

In meiner Tierheilpraxis betrachte ich nicht nur einzelne Laborwerte. Gemeinsam schauen wir auf die Krankengeschichte, die aktuelle Fütterung und mögliche Einflussfaktoren. So erhältst du eine nachvollziehbare Einschätzung und praktische Empfehlungen für den Alltag deines Hundes.

Fazit: Die Schilddrüse immer im Gesamtbild betrachten

Die Schilddrüse beeinflusst viele Stoffwechselprozesse im Körper. Veränderungen von Energie, Gewicht, Haut oder Fell können auf eine Schilddrüsenerkrankung hindeuten, haben jedoch häufig auch andere Ursachen.

Deshalb lassen sich weder einzelne Symptome noch ein einzelner Blutwert sicher beurteilen. Erst die Kombination aus Krankengeschichte, Untersuchung und passenden Laborwerten ermöglicht eine zuverlässige Diagnose.

Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Eine bedarfsgerechte Jodversorgung bleibt wichtig. Sie sollte jedoch weder vorschnell als Ursache auffälliger Schilddrüsenwerte angesehen noch ohne Grund verändert werden.

FAQ: Schilddrüse beim Hund

Woran erkenne ich eine Schilddrüsenunterfunktion beim Hund?

Eine Schilddrüsenunterfunktion entwickelt sich meist schleichend. Typische Anzeichen sind Trägheit, Gewichtszunahme trotz unveränderter Fütterung, Kälteempfindlichkeit sowie Veränderungen von Haut und Fell. Da diese Symptome auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten können, reichen sie allein nicht für eine Diagnose aus.

Reicht ein niedriger T4-Wert für die Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion aus?

Nein. Ein erniedrigter T4-Wert ist lediglich ein Hinweis. Erst die Kombination aus Symptomen, Untersuchung und weiteren Schilddrüsenwerten ermöglicht eine zuverlässige Diagnose.

Kann BARF eine Schilddrüsenunterfunktion verursachen?

Nein. Eine ausgewogene BARF-Ration verursacht keine Schilddrüsenunterfunktion. Wichtig ist jedoch, dass dein Hund bedarfsgerecht mit Jod versorgt wird und die Ration vollständig ausgewogen ist.

Kann zu viel Jod eine Schilddrüsenerkrankung verursachen?

Eine dauerhaft unausgewogene Jodversorgung kann die Schilddrüse beeinflussen. Die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion beim Hund ist jedoch eine Erkrankung der Schilddrüse selbst und nicht eine falsche Jodzufuhr.

Welche Blutwerte sind bei einer Schilddrüsenuntersuchung wichtig?

Häufig wird zunächst das Gesamt-T4 (TT4) bestimmt. Je nach Fragestellung können zusätzlich das freie T4 (fT4), das canine TSH (cTSH) sowie weitere Schilddrüsenwerte und Autoantikörper sinnvoll sein.

Muss mein Hund trotz Schilddrüsenmedikamenten weiterhin Jod bekommen?

Ja. Schilddrüsenmedikamente ersetzen die fehlenden Schilddrüsenhormone, nicht jedoch den Jodbedarf des Körpers. Deshalb sollte dein Hund auch während der Behandlung weiterhin bedarfsgerecht mit Jod versorgt werden.

Kann sich eine Schilddrüsenunterfunktion beim Hund wieder zurückbilden?

Die häufigste Form der Schilddrüsenunterfunktion ist dauerhaft und muss in der Regel lebenslang behandelt werden. Wie sich die Erkrankung entwickelt und welche Kontrollen notwendig sind, hängt jedoch von der jeweiligen Ursache ab.

Sabine Nowak

Sabine Nowak

Tierheilpraktikerin für Hunde

Hi, ich bin Sabine. Ich helfe dir, deinen Hund besser zu verstehen, wenn Gesundheit, Fütterung oder Alltag nicht mehr rundlaufen.

Ob Verdauung, Haut, Ernährung, Verhalten, Betreuung oder wiederkehrende Unsicherheit: Ich schaue nicht nur auf einzelne Probleme, sondern darauf, was bei deinem Hund zusammenhängt.

So bekommst du mehr Klarheit, bessere Entscheidungen und einen alltagstauglichen Weg, der wirklich zu deinem Hund passt.

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