Du möchtest deinen Hund barfen und fragst dich, welche Zutaten er braucht und wie du sie sinnvoll zusammenstellst? Beim BARF kommt es auf mehr als frisches Fleisch an. Muskelfleisch, Innereien, eine passende Calciumquelle und weitere Bestandteile erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Ihre Mengen müssen zusammenpassen und deinen Hund mit Energie und den benötigten Nährstoffen versorgen.
Dieser Guide erklärt dir BARF für Anfänger Schritt für Schritt: Du lernst die Bestandteile einer Ration kennen, erfährst, worauf du beim Einstieg achten solltest, und bekommst Orientierung zu typischen Fehlern. Zu einzelnen Themen wie der Aufteilung, der Futterumstellung oder den Ergänzungen findest du passende Vertiefungsartikel. Wenn du mit einer individuell berechneten Ration starten möchtest, findest du alle Informationen zu meinem BARFplan für gesunde Hunde.
Was ist BARF?
BARF bezeichnet die Fütterung mit überwiegend rohen Zutaten. Die Abkürzung wird unter anderem als „Biologisch artgerechtes rohes Futter“ übersetzt. Zu einer BARF-Ration gehören üblicherweise Muskelfleisch, Innereien, rohe fleischige Knochen oder eine andere passende Calciumquelle sowie Gemüse und Obst. Je nach Zusammenstellung kommen weitere Bestandteile und gezielt berechnete Ergänzungen hinzu.
Wenn du mit dem Barfen beginnst, hilft es, die Aufgaben dieser Bestandteile zu verstehen: Fleisch allein ergibt noch keine ausgewogene Mahlzeit. Entscheidend ist, dass die gesamte Ration deinen Hund mit ausreichend Energie und den benötigten Nährstoffen versorgt. Die passende Zusammenstellung richtet sich unter anderem nach seinem Alter, seiner Aktivität und seinem Gesundheitszustand. Eine erste Orientierung zur täglichen Futtermenge und zur üblichen Aufteilung bekommst du mit meinem BARF-Rechner. Eine vollständige Nährstoffberechnung ersetzt er nicht.

Verschiedene Zutaten für eine BARF-Ration im Überblick.
Welche Bestandteile gehören in eine BARF-Ration?
Eine BARF-Ration orientiert sich am sogenannten Beutetierprinzip. Dabei werden verschiedene tierische Bestandteile wie Muskelfleisch, Innereien und rohe fleischige Knochen miteinander kombiniert und durch Gemüse und Obst ergänzt. Häufig dient eine Aufteilung von 80 Prozent tierischen und 20 Prozent pflanzlichen Bestandteilen als Ausgangspunkt. Auf dieser Grundlage werden die einzelnen Komponenten ausgewählt und die Futtermenge an deinen Hund angepasst.
Damit du deinen Hund richtig barfen kannst, solltest du wissen, welchen Beitrag die einzelnen Zutaten leisten und welche sich ersetzen lassen. Pansen ist beispielsweise kein Pflichtbestandteil, eine passende Calciumversorgung dagegen unverzichtbar. Im Folgenden lernst du die wichtigsten Komponenten kennen. Die genauen Mengenverhältnisse und mögliche Anpassungen erkläre ich dir im Artikel zur BARF-Aufteilung nach dem Beutetierprinzip.
Muskelfleisch
Muskelfleisch bildet den größten Anteil der tierischen Bestandteile einer BARF-Ration. Es liefert vor allem Protein, das dein Hund unter anderem für seine Muskulatur, die Erneuerung von Zellen und die Bildung von Enzymen benötigt. Der enthaltene Fettanteil trägt zur Energieversorgung bei. Deshalb spielt bei der Auswahl neben der Tierart auch eine Rolle, wie mager oder fettreich das Fleisch ist.
Für Abwechslung reichen in der Regel zwei bis drei gut verträgliche Tierarten aus. Du musst also nicht möglichst viele verschiedene Fleischsorten füttern. Es ist sinnvoll, eine bislang ungefütterte Tierart als mögliche Proteinquelle für eine spätere Ausschlussdiät zurückzuhalten.
Obst und Gemüse
Gemüse und Obst bilden den pflanzlichen Anteil der BARF-Ration und liefern unter anderem Ballaststoffe, die die Darmtätigkeit unterstützen. Bei einer Aufteilung von 80 Prozent tierischen und 20 Prozent pflanzlichen Bestandteilen entfallen üblicherweise drei Viertel des pflanzlichen Anteils auf Gemüse und ein Viertel auf Obst. Dafür kannst du verschiedene geeignete Sorten kombinieren, beispielsweise Möhren, Zucchini und Blattsalate mit etwas Apfel oder Beeren.
Damit dein Hund die pflanzlichen Bestandteile besser verwerten kann, werden sie fein püriert oder gegart. Obstkerne und unverträgliche Pflanzenteile entfernst du vorher. Weintrauben und Rosinen gehören nicht in den Napf. Beginne mit wenigen Sorten, damit du leichter erkennst, was dein Hund gut verträgt.
Rohe fleischige Knochen
Rohe fleischige Knochen, kurz RFK, liefern vor allem Calcium und Phosphor und bestehen aus Knochen mit anhaftendem Fleisch. Welche Knochen und Mengen passen, hängt unter anderem von ihrer Zusammensetzung sowie der Größe, Erfahrung und Verträglichkeit deines Hundes ab. Knochen ist dabei nicht gleich Knochen: Weichere und härtere Sorten unterscheiden sich auch in ihrem Mineralstoffgehalt. Bei ausschließlich weichen Knochen wird deshalb ein höherer RFK-Anteil innerhalb der tierischen Bestandteile eingeplant.
Knochen werden ausschließlich roh gefüttert. Wenn dein Hund keine Knochen verträgt oder du sie nicht füttern möchtest, lässt sich die Versorgung mit einer passend ausgewählten und berechneten Alternative sicherstellen. Worauf du bei Auswahl, Menge und Fütterung achten solltest, erfährst du im Artikel über Knochen beim BARF.
Innereien
Innereien liefern viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe und gehören zu einer ausgewogenen BARF-Ration. Zur üblichen Innereienmischung zählen Leber, Niere, Milz, Lunge und Herz. Das Herz besteht überwiegend aus Muskelfleisch, wird in der klassischen BARF-Aufteilung aber häufig dem Innereienanteil zugerechnet. Die einzelnen Organe haben unterschiedliche Nährstoffprofile und lassen sich deshalb nicht beliebig gegeneinander austauschen. Ausschließlich Lunge oder Herz zu füttern, ersetzt beispielsweise keine ausgewogene Mischung. Welche Aufgaben die einzelnen Organe erfüllen und wie du sie zusammenstellst, erfährst du im Artikel über Innereien beim BARF.
Pansen und Blättermagen
Pansen und Blättermagen sind Bestandteile des Wiederkäuermagens und werden in der BARF-Aufteilung als eigene Komponente berücksichtigt. Viele Hunde fressen sie gern, sie sind aber kein unverzichtbarer Bestandteil der Ration. Durch ihren hohen Bindegewebsanteil sind sie schwerer verdaulich als Muskelfleisch und werden nicht von jedem Hund gleich gut vertragen. Wenn du auf Pansen und Blättermagen verzichten möchtest, kannst du ihren Anteil durch Muskelfleisch ersetzen oder ihn je zur Hälfte auf Muskelfleisch und Gemüse beziehungsweise Obst verteilen. Welche Variante passt, richtet sich nach der übrigen Ration und der Verträglichkeit deines Hundes.
Fett
Fett ist beim BARF ein wichtiger Energielieferant. Wie viel davon bereits in der Ration steckt, hängt wesentlich vom verwendeten Muskelfleisch ab. Sehr mageres Fleisch liefert deutlich weniger Energie als fettreicheres Fleisch. Deshalb solltest du bei der Auswahl auf den angegebenen Fettgehalt achten und bei Bedarf tierisches Fett ergänzen. Die passende Menge richtet sich nach dem Energiebedarf deines Hundes und der Zusammenstellung seiner Ration. Mit meinem Fettrechner kannst du berechnen, wie viel zusätzliches Fett nötig ist, um den gewünschten Fettgehalt im Muskelfleisch zu erreichen. Ausführlicher erkläre ich dir die Zusammenhänge im Artikel über Fett beim BARF.
Fisch
Fisch ergänzt die BARF-Ration unter anderem um Vitamin D und die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Wie viel er davon liefert, unterscheidet sich je nach Fischart. Häufig werden beispielsweise Hering, Sprotten oder Lachs verwendet. Eine Fischmahlzeit pro Woche kann einen Teil des Muskelfleischs ersetzen. Die passende Menge hängt von der gewählten Fischart und der übrigen Ration ab. Wenn dein Hund keinen Fisch frisst oder verträgt, lässt sich Vitamin D auch über eine gezielt berechnete Menge Dorschlebertran ergänzen. Dabei muss dessen Vitamin-A-Gehalt mitberücksichtigt werden. Gewöhnliches Fischöl ist kein gleichwertiger Ersatz für die Vitamin-D-Versorgung.
Öle
Öle werden beim BARF gezielt eingesetzt, um die Fettsäureversorgung der Ration zu ergänzen. Fischöl oder ein geeignetes Algenöl liefern die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Sie erfüllen damit eine andere Aufgabe als das tierische Fett, das du vor allem zur Energieversorgung ergänzt. Entscheidend sind die Zusammensetzung des Öls und sein ausgewiesener EPA- und DHA-Gehalt, denn diese können sich zwischen Produkten deutlich unterscheiden. Einen Überblick über die verschiedenen Öle und ihre Verwendung findest du im Artikel über Öle beim BARF.
Seealgenmehl
Seealgenmehl dient in der BARF-Ration als Jodquelle. Die passende Menge richtet sich nach dem Jodbedarf deines Hundes und dem angegebenen Jodgehalt des Produkts. Da dieser je nach Produkt und Charge unterschiedlich ausfallen kann, solltest du die Angaben auf der Verpackung prüfen und die Menge bei einem Wechsel neu berechnen. Eine pauschale Dosierung nach Teelöffeln ist dafür zu ungenau. Mit meinem Seealgenmehl-Rechner kannst du die passende Menge für deinen erwachsenen Hund berechnen. Was du bei Auswahl und Dosierung beachten solltest, erkläre ich dir im Artikel über Seealgenmehl für Hunde.
Für welche Hunde eignet sich BARF?
Bei gesunden erwachsenen Hunden bietet die klassische BARF-Aufteilung eine Grundlage, die sich an Aktivität, Körpergewicht und Verträglichkeit anpassen lässt. Auch Welpen und Junghunde können gebarft werden. Im Wachstum müssen jedoch die Futtermenge und die Nährstoffversorgung regelmäßig an die Entwicklung angepasst werden. Worauf es dabei ankommt, erfährst du im Artikel über Welpen barfen.
Bei Senioren richtet sich die Zusammenstellung nach ihrer körperlichen Verfassung und möglichen Erkrankungen. Das Alter allein ist kein Grund, den Proteinanteil pauschal zu reduzieren. Auch bei Unverträglichkeiten oder Erkrankungen kann eine individuell zusammengestellte Frischfütterung infrage kommen. Welche Zutaten, Mengen und Zubereitungsformen passen, hängt dann von den jeweiligen Beschwerden und Befunden ab.
Neben den Bedürfnissen deines Hundes zählt die Umsetzung im Alltag. Du brauchst Zeit für die Vorbereitung, ausreichend Kühlmöglichkeiten und einen sorgfältigen Umgang mit rohen tierischen Zutaten. Eine Fütterung sollte deinen Hund zuverlässig versorgen und für dich dauerhaft praktikabel sein.
Wie gelingt der Einstieg ins Barfen?
Wie du deinen Hund auf BARF umstellst, hängt von seiner bisherigen Fütterung und seiner Verträglichkeit ab. Manche Hunde kommen mit einem direkten Wechsel gut zurecht, andere profitieren von einem schrittweisen Aufbau der neuen Ration. Beginne mit wenigen, überschaubaren Zutaten und ergänze die weiteren Bestandteile nach und nach. So kannst du besser nachvollziehen, wie dein Hund auf die einzelnen Komponenten reagiert. Ziel ist die vollständig zusammengestellte Ration, die du für ihn geplant hast.
Beobachte während der Umstellung Appetit, Kotbeschaffenheit und Allgemeinbefinden. Anhaltender Durchfall, wiederholtes Erbrechen oder Schmerzen gehören nicht zu einer normalen „Entgiftung“ und sollten abgeklärt werden. Wie du den Wechsel vorbereitest und die Ration schrittweise aufbaust, erfährst du im Artikel zur BARF-Umstellung beim Hund.
Welche Vorteile kann BARF bieten?
Beim Barfen wählst du die Zutaten selbst aus und weißt, was im Napf deines Hundes landet. Du kannst Fleischsorten, Fettgehalt und pflanzliche Bestandteile gezielt zusammenstellen und die Mengen an seinen Bedarf anpassen. Das gibt dir auch bei Vorlieben oder Unverträglichkeiten mehr Spielraum: Einzelne Zutaten lassen sich austauschen, während du die übrige Ration beibehältst.
Auch im Alltag bietet die eigene Zusammenstellung Flexibilität. Du kannst Portionen vorbereiten und einfrieren, geeignete Zutaten saisonal einkaufen und die Futtermenge bei Veränderungen von Aktivität oder Gewicht anpassen. Ob BARF für euch Vorteile bringt, zeigt sich daran, wie gut dein Hund die Ration verträgt und wie zuverlässig du diese Fütterung im Alltag umsetzen kannst.
BARF-Mythen im Faktencheck
Gerade als Anfänger begegnen dir beim Barfen viele widersprüchliche Aussagen. Macht rohes Fleisch Hunde aggressiv? Bedeutet BARF automatisch eine besonders proteinreiche Fütterung? Und reicht es, möglichst abwechslungsreich zu füttern? Solche pauschalen Aussagen helfen bei der Zusammenstellung einer Ration wenig weiter. Im Artikel über BARF-Mythen schaue ich mir häufige Behauptungen genauer an und erkläre dir, was dahintersteckt.
Optionale Ergänzungen der BARF-Ration
Neben den üblichen Bestandteilen können weitere Lebensmittel für Abwechslung sorgen oder die Ration gezielt ergänzen. Sie sind kein Pflichtbestandteil und sollten zur übrigen Fütterung und zur Verträglichkeit deines Hundes passen.
Milch- und Molkereiprodukte
Naturjoghurt, Quark oder Hüttenkäse werden von manchen Hunden gern gefressen und gut vertragen. Du kannst sie gelegentlich in kleinen Mengen einbauen. Achte auf ungesüßte Produkte ohne weitere Zusätze und probiere zunächst eine kleine Portion aus. Milchprodukte ersetzen keine bedarfsgerecht bemessene Calciumquelle.
Nüsse und Samen
Nüsse und Samen können die BARF-Ration in kleinen Mengen ergänzen und liefern unter anderem Fett und Ballaststoffe. Geeignet sind beispielsweise geschälte Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne, die du fein mahlst, damit dein Hund sie besser verwerten kann. Verwende naturbelassene, ungesalzene Produkte und berücksichtige ihren Energiegehalt in der Ration. Sie ersetzen weder die gezielte Ergänzung mit Omega-3-Öl noch andere notwendige Bestandteile.
Getreide und andere Kohlenhydratquellen
Getreide ist kein Pflichtbestandteil einer BARF-Ration, kann aber als zusätzliche Energiequelle eingesetzt werden. Auch Kartoffeln oder Süßkartoffeln kommen dafür infrage. Entscheidend sind die passende Zubereitung und die Verträglichkeit deines Hundes: Reis, Kartoffeln und ähnliche stärkehaltige Zutaten werden gut durchgegart gefüttert. Wenn du sie regelmäßig einbauen möchtest, wird ihr Anteil in die Ration eingeplant und die Aufteilung entsprechend angepasst. So ergänzen sie die Fütterung sinnvoll, ohne die übrigen Bestandteile beliebig zu verdrängen.
Worauf solltest du beim Einkauf der BARF-Zutaten achten?
Achte beim Einkauf auf eine klare Deklaration. Bei Fleischprodukten sollten die Tierart, die enthaltenen Bestandteile und möglichst der Fettgehalt angegeben sein. Bezeichnungen wie „Rindermix“ verraten allein noch nicht, wie viel Muskelfleisch, Innereien oder Bindegewebe enthalten ist. Je genauer du die Zusammensetzung kennst, desto leichter kannst du das Produkt passend in deine Ration einplanen. Auch bei fertigen BARF-Mischungen lohnt sich dieser Blick: Nicht jede Mischung enthält bereits alle vorgesehenen Komponenten und Ergänzungen.
Für Gemüse und Obst kannst du sowohl frische als auch tiefgekühlte Ware ohne Zusätze verwenden. Plane außerdem Transport, Lagerung und Portionierung deiner Einkäufe mit ein. Rohe tierische Zutaten sollten durchgehend gekühlt und beim Verarbeiten von Lebensmitteln für deinen eigenen Verzehr getrennt gehalten werden. Reinige Hände, Arbeitsflächen und Geräte nach der Zubereitung sorgfältig.
Du möchtest Unterstützung beim Einstieg ins Barfen?
Du kennst jetzt die wichtigsten Grundlagen und möchtest daraus eine passende Ration für deinen Hund machen? Als Tierheilpraktikerin für Hunde und BARF-Beraterin unterstütze ich dich dabei. Mit meinem individuellen BARFplan für gesunde Hunde erhältst du eine auf deinen Hund abgestimmte Zusammenstellung mit konkreten Mengen und passenden Ergänzungen. Wenn du bereits barfst und deine bisherige Fütterung prüfen lassen möchtest, ist eine Rationsüberprüfung der passende Einstieg.
Eine Übersicht meiner Angebote und die Unterstützung bei besonderen Anforderungen findest du auf der Seite zur BARF-Beratung.
Du möchtest Klarheit für die Fütterung deines Hundes?
Ob du gerade mit BARF beginnst oder eine bestehende Ration überprüfen lassen möchtest: Hier findest du die passende Unterstützung für dich und deinen Hund.
Fazit: BARF für Anfänger beginnt mit den Grundlagen
Wenn du mit dem Barfen beginnen möchtest, musst du nicht jede Einzelheit sofort auswendig kennen. Wichtig ist, die Bestandteile der Ration und ihre Aufgaben zu verstehen. Die Aufteilung nach dem Beutetierprinzip gibt dir dafür eine Grundlage. Mit passenden Zutaten, abgestimmten Mengen und gezielten Ergänzungen stellst du daraus eine ausgewogene Fütterung für deinen Hund zusammen.
Halte den Einstieg überschaubar und beobachte, wie dein Hund mit seiner Ration zurechtkommt. Du brauchst weder ständig neue Fleischsorten noch eine große Auswahl an Zusätzen. Eine durchdachte Zusammenstellung, die dein Hund gut verträgt und die du im Alltag zuverlässig umsetzen kannst, ist ein guter Ausgangspunkt.
Häufige Fragen zu BARF für Anfänger
Wie viel BARF braucht mein Hund pro Tag?
Die passende Futtermenge hängt unter anderem von Alter, Aktivität, Körpergewicht und Energiegehalt der Ration ab. Eine erste Orientierung erhältst du mit meinem BARF-Rechner. Beobachte anschließend, wie sich Gewicht und Figur deines Hundes entwickeln, und passe die Menge bei Bedarf an. Wenn dein Hund abnehmen oder zunehmen soll, sollten auch die Zusammensetzung und der Fettgehalt der Ration berücksichtigt werden.
Muss ich beim BARF Knochen füttern?
Nein, eine BARF-Ration lässt sich auch ohne Knochen zusammenstellen. Die Mineralstoffe, die sonst über rohe fleischige Knochen geliefert werden, müssen dann durch eine passende Alternative abgedeckt werden. Welche Ergänzung geeignet ist, hängt von der übrigen Ration ab, denn die Produkte liefern unterschiedliche Mengen an Calcium und teilweise auch Phosphor. Mehr dazu erfährst du im Artikel über Eierschalenpulver und andere Calciumquellen für Hunde.
Wie decke ich den Calciumbedarf meines Hundes beim BARF?
Calcium wird über rohe fleischige Knochen oder eine passend dosierte Ergänzung bereitgestellt. Entscheidend sind der Bedarf deines Hundes und der Calciumgehalt der verwendeten Quelle. Bei einem Ergänzungsprodukt findest du diesen auf der Verpackung. Mein Calciumrechner hilft dir bei der Berechnung. Die Grundlagen und Unterschiede zwischen den Calciumquellen erkläre ich dir im Artikel zum Calciumbedarf beim BARF.
Warum ist das Calcium-Phosphor-Verhältnis beim BARF wichtig?
Calcium und Phosphor erfüllen gemeinsam wichtige Aufgaben, insbesondere beim Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen. Deshalb sollten sowohl ihre Mengen als auch ihr Verhältnis zueinander zur Ration passen. Muskelfleisch und Innereien liefern überwiegend Phosphor und wenig Calcium. Rohe fleischige Knochen oder eine geeignete Ergänzung sorgen für den nötigen Ausgleich. Ein passendes Verhältnis allein genügt jedoch nicht, wenn insgesamt zu wenig oder zu viel von beiden Mineralstoffen enthalten ist.
Reichen Hühnerhälse beim BARF als Calciumquelle?
Das hängt von der gefütterten Menge und der übrigen Ration ab. Hühnerhälse zählen zu den weichen rohen fleischigen Knochen und liefern weniger Calcium pro 100 Gramm als viele härtere Knochensorten. Deshalb wird bei der Fütterung ausschließlich weicher Knochen ein höherer RFK-Anteil innerhalb der tierischen Bestandteile eingeplant. Wie du die Calciumversorgung mit Hühnerhälsen einordnen kannst, erkläre ich dir im Artikel Reichen Hühnerhälse als Calciumquelle?.
Welche Zusätze braucht mein Hund beim BARF?
Das richtet sich nach der Zusammenstellung seiner Ration. Typische Ergänzungen sind Seealgenmehl als Jodquelle und ein geeignetes Öl zur Versorgung mit EPA und DHA. Wird auf Knochen verzichtet, braucht es eine passende Mineralstoffquelle. Auch die Vitamin-D-Versorgung muss bei der Auswahl der Zutaten und Ergänzungen berücksichtigt werden. Zusätze werden gezielt ausgewählt und dosiert, damit sie die Ration sinnvoll vervollständigen. Für die Jodversorgung deines erwachsenen Hundes kannst du meinen Seealgenmehl-Rechner nutzen.
Was sind typische Fehler beim BARF?
Typische Fehler sind die ausschließliche Fütterung von Muskelfleisch oder die Verwendung sehr knochenlastiger Fertigmischungen, deren Zusammensetzung nicht zur geplanten Ration passt. Auch Mixe mit unübersichtlicher Deklaration erschweren eine ausgewogene Zusammenstellung: Wenn nicht klar ist, welche Bestandteile in welchen Mengen enthalten sind, lässt sich kaum beurteilen, was noch ergänzt werden muss. Bei gewolften Mischungen kannst du die einzelnen Komponenten zudem optisch nicht mehr erkennen. Hier sind genaue Angaben zu den Zutaten und ihren Anteilen besonders wichtig. Achte deshalb beim Einkauf auf eine nachvollziehbare Zusammensetzung und darauf, wie sich die Mischung in deinen Futterplan einfügt.
Wie stelle ich meinen Hund auf BARF um?
Bereite zunächst die geplante Ration vor und beginne mit wenigen Zutaten, deren Verträglichkeit du gut beobachten kannst. Je nach bisheriger Fütterung und Verdauung deines Hundes kommt ein direkter Wechsel oder ein schrittweiser Aufbau infrage. Ergänze die weiteren Komponenten bis zur vollständigen Ration. Eine ausführliche Anleitung findest du im Artikel zur BARF-Umstellung beim Hund.
Kann ich BARF und Fertigfutter miteinander mischen?
Ich rate davon ab, BARF und Fertigfutter zu mischen. Die Futtermengen lassen sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Energie- und Nährstoffgehalte nicht einfach eins zu eins austauschen. Zudem fehlen auf vielen Fertigfutterverpackungen die vollständigen Nährstoffangaben, die für eine genaue Berechnung der gemeinsamen Ration nötig wären. Dadurch können Über- oder Unterversorgungen entstehen, die sich anhand der gefütterten Mengen allein nicht erkennen lassen. Meine Empfehlung ist deshalb, dich für eine Fütterungsform zu entscheiden und diese bedarfsdeckend zusammenzustellen.
Reicht ein BARF-Rechner für den Einstieg?
Ein BARF-Rechner hilft dir, die tägliche Futtermenge und die Aufteilung der einzelnen Bestandteile zu ermitteln. Welche konkreten Produkte du verwendest, welchen Fettgehalt dein Fleisch hat und wie du Ergänzungen dosierst, gehört zur weiteren Planung. Wenn du diese Zusammenstellung nicht selbst übernehmen möchtest oder bei einzelnen Punkten unsicher bist, findest du Unterstützung in meiner BARF-Beratung.
Was beinhaltet ein individueller BARF-Futterplan?
Ein individueller BARF-Futterplan enthält die passenden Zutaten, konkrete Futtermengen und die benötigten Ergänzungen mit ihrer Dosierung. Dabei werden unter anderem Alter, Aktivität, Gewicht und Verträglichkeit deines Hundes berücksichtigt. So erhältst du eine Zusammenstellung, die du im Alltag umsetzen kannst. Weitere Informationen findest du bei meinem BARFplan für gesunde Hunde.





